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März 2012: Eckelmann Gruppe und TUI Cruises unterzeichnen Absichtserklärung

Hamburg, im März 2012 – Zwei Hamburger Unternehmen geben Gas: Die Eckelmann-Gruppe, Spezialist für maritimen Umweltschutz sowie Ver- und Entsorgungslogistik, und TUI Cruises, die Kreuzfahrtmarke für zeitgemäßen Wohlfühlurlaub auf dem Meer, haben eine Absichtserklärung zur energieschonenden und emissionsreduzierenden Stromversorgung der TUI Cruises-Flotte während der Liegezeiten in Hamburg unterzeichnet. Das Konzept: Mit Flüssigerdgas (LNG) wird der Strom an Bord eines schwimmenden Kraftwerkes, der so genannten „e-power barge“, erzeugt und nicht mehr an Bord der Kreuzfahrtschiffe selbst.

Hilfsdiesel bleiben in den Häfen aus

„Die sonst auch in den Häfen genutzten Hilfsdiesel der Kreuzfahrtschiffe können dann ausgeschaltet werden“, berichtet Eckelmann-Projektleiterin Vanessa Fedorczuk. Die positive Folge: „Lärm- und Abgasemissionen werden im Vergleich zu herkömmlichen Dieselmotoren deutlich reduziert, denn den anfallenden Strombedarf produzieren wir umweltfreundlich aus LNG an Bord unserer Barge.“

Deutliche Umweltvorteile

So werden mit der e-power barge die CO2-Emissionen bei der Stromerzeugung im Hafen um bis zu 25 Prozent gesenkt, Schwefel- und Stickoxide sowie Partikelemissionen fast vollständig eliminiert.

TUI Cruises ist erster Projektpartner

Mit der Reederei TUI Cruises hat die Eckelmann-Gruppe jetzt einen ersten wichtigen Partner gefunden, der die Vorteile des neuen Systems sofort erkannt hat: „Wir haben großes Interesse daran, dass die Energieversorgung mit der e-power barge weiterentwickelt und umgesetzt wird“, erklärt Richard J. Vogel, Vorsitzender der TUI Cruises-Geschäftsführung. „Wir wollen den Energiebedarf unserer Schiffe während der Liegezeiten in Hamburg und Kiel künftig noch umweltfreundlicher decken.“ Die Carl Robert Eckelmann AG und die TUI Cruises GmbH haben dazu jetzt einen Letter of Intent unterzeichnet, indem als zentrales Anliegen beider Seiten „die energieschonende und emissionsreduzierende Stromversorgung von Kreuzfahrtschiffen im Hamburger Hafen“ vereinbart wurde.

Auftrag soll noch in diesem Sommer vergeben werden

Schon zu Beginn der Kreuzfahrtsaison 2013 kann die e-power barge startklar sein. „Die Konzeption steht, die Ausschreibungsunterlagen sind weitestgehend ausgearbeitet“, berichtet Fedorczuk. Im Sommer dieses Jahres soll der Bauauftrag vergeben werden. Das Investitionsvolumen wird für den Prototypen bei rund 15 Millionen Euro liegen.
Diese erste e-power barge wird eine Gesamtleistung von bis zu neun Megawatt erzeugen können, ausreichend für die meisten Kreuzfahrtschiffe, die Hamburg oder auch Kiel anlaufen. Dabei handelt es sich um einen rund 80 Meter langen und 11,5 Meter breiten Leichter. Der Strom wird flexibel, je nach Bedarf, von mehreren gasbetriebenen Dieselmotoren und entsprechenden Generatoren erzeugt. Die LNG-Tankkapazität beträgt 300 Kubikmeter, ausreichend für einen 100-stündigen Volllastbetrieb. Die Gasmotoren zeichnen sich durch ihren hohen Wirkungsgrad und niedrigen Verbrauch aus.

Hohe Flexibilität

„Mit einem unserer eigenen Schubschlepper bringen wir die Barge dorthin, wo sie gebraucht wird“, erklärt Fedorczuk. Ein großer Vorteil im Vergleich zu anderen alternativen Stromversorgungsmodellen von Kreuzfahrtschiffen, die derzeit diskutiert werden: „Theoretisch ist es zwar auch möglich, die Hilfsdiesel an Bord der Kreuzfahrtschiffe mit Gas zu betreiben, das setzt jedoch umfangreiche Leitungssysteme an den Liegeplätzen und Umbauten an den Motoren voraus“, so Fedorczuk. „Ebenso erfordert die Versorgung mit Landstrom eine Verkabelung der Liegeplätze mit Starkstrom. Eine Anbindung aller Liegeplätze im Hafen an Gas- oder Landstromleitungen ist zudem eher unwahrscheinlich.“ Die bedarfsgerechte und flexible Stromversorgung per Barge habe also eindeutige Vorteile, so das Fazit der Projektleiterin, und könne alternative Stromversorgungsmodelle perfekt ergänzen.

Namhafte Lieferanten und Partner – „aus Hamburg für Hamburg“

Zu den Lieferanten zählen namhafte Industrieunternehmen wie beispielsweise Siemens bei der Elektrotechnik. Um die Ausstattung mit den Motoren haben sich unter anderem die Hersteller MAN, Wärtsilä und Rolls Royce beworben. Aber auch die Hamburger Behörden für Stadtentwicklung und Umwelt sowie Wirtschaft, Verkehr und Innovation, die Hamburg Port Authority (HPA) und die in Hamburg vertretenen Klassifikationsgesellschaften haben das Projekt von den ersten Ideen an konstruktiv und kooperativ begleitet.
Besonders bemerkenswert: Nicht nur die Idee der e-power barge kommt aus Hamburg, sondern auch viele Projektpartner und potenzielle Lieferanten haben ihren Sitz in der Elbmetropole.

Breites Einsatzspektrum

Natürlich eignet sich die e-power barge nicht nur zur Versorgung von Kreuzfahrtschiffen, auch wenn hier die positiven Umwelteffekte wegen des hohen Energiebedarfs am höchsten sind: Auch Containerschiffe, Tanker oder Fähren können künftig an die e-power barge angeschlossen werden. Voraussetzung ist lediglich die Ausrüstung der Schiffe mit einem Stromanschluss für die externe Energieversorgung. Zudem ist der Einsatz des schwimmenden Kraftwerkes nicht auf einen Hafen beschränkt, sondern es kann dort zum Einsatz kommen, wo es benötigt ist. „Bei einem Erfolg unseres Prototypen sind daher eine Aufstockung der Flotte und eine Ausweitung auf weitere Häfen in Deutschland oder Europa durchaus denkbar“, so Fedorczuk. „Weitere Gespräche über den Einsatz der e-power barge sind nicht nur mit Reedern verschiedenster Schiffstypen, sondern auch mit Verbänden, Klassifikationsgesellschaften und Hafenbetreibern äußerst vielversprechend verlaufen.“

Pressekontakte:

Eckelmann-Gruppe 

Vanessa Fedorczuk 

Tel.: +49-(0)40-31 17 03-66 

E-Mail: VFedorczuk@EckelmannAG.de 

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Behrend Oldenburg

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